Karwendelgebirge
Kaisergebirge
Lechtaler Alpen
Nationalpark Hohe Tauern - Lasöring- und Venediger-Gruppe
Zillertaler Alpen - Ahrntal - Venediger- und Lasörling-Gruppe
Montafon | Rätikon
Ötztaler Alpen
Montafon | Silvretta | Unterengadin
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Karwendelgebirge
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Grüne Wiesen, idyllisch gelegene Almen, schroffe Wände, Geröllhänge (sog. Kare), das ist das Karwendelgebirge. Eine knappe Woche lang bewegten wir uns gemütlich von Hütte zu Hütte.
Der Blick geht hinunter von der Nordkette auf das 1500 m tieferliegende Inntal mit allem, was die Zivilisation ausmacht. Geht der Weg auf der Südseite des Kammes, dröhnt der Straßenlärm den Steilhang hinauf. Geht der Weg auf der anderen Seite und der Blick schweift nach Norden, ist von all dem nichts, aber auch gar nichts, zu bemerken.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung (es geht hier durchaus auch anders) im großen Bogen durch das Karwendelgebirge, zwischen 560 und 2260 m gelegen
Wanderroute mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Stans - Lamsenjochhütte - Falkenhütte - Karwendelhaus (zwei Nächte) - Möslalm - Pfeishütte - Endpunkt Innsbruck
Hütten: Deutscher Alpenverein (DAV) oder privat
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen ins Inntal und die Seitentäler
Besonderheiten: Das Gebiet ist außerdem sehr interessant für Kletterer und Klettersteiggeher/innen
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Wanderbuch Karwendel-Rofan - Kompass
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Karwendelgebirge Nr. 26
Adressen: Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de
Österreichischer Postbus: www.postbus.at
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Kaisergebirge
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Der Dauerregen hat uns dazu bewogen, die Tour etwas abzuändern und den Bergneulingen sowie nicht so trittsicheren Mitwanderern Rechnung zu tragen. So wanderten wir nicht am Fuße des Zahmen Kaisers entlang, sondern stiegen ins Kaisertal ab. Dieser Abstieg hatte zur Folge, dass wir für unser Tagesziel erneut 800 Höhenmeteraufsteigen mussten. Der Weg ging über Almen, durch Latschen und zuletzt durch offenes Gelände mit vielen blühenden Alpenblumen wie z.B. Alpenrosen und Teufelskrallen. Gleichzeitig wanderten wir unter den steilen und imposanten Wänden des Kaiserhauptkammes entlang.
Das Stripsenjochhaus befindet sich auf 1580 m und ist auf dem einzigen Sattel des Kaisertals gelegen. Wir übernachten in einem Matrazenlager für über 20 Wanderer. Das Stripsenjochhaus ist der Ausgangspunkt für die Überschreitung des Wilden Kaisers durch die Steinerne Rinne.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung, was für den Wilden Kaiser eher untypisch ist, kommen die meisten Leute doch wegen der bizarren Felsformationen; zwischen 480 und 1580 m gelegen.
Wanderroute mit zwei Übernachtungen: Ausgangspunkt Ebbs -Vorderkaiserfeldenhütte - Stripsenjochhaus - Endpunkt Griesenau
Hütten: Alpenverein (DAV)
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen in alle Haupt- und Seitentäler
Besonderheiten: Diese Tour bin ich gemeinsam mit Menschen mit einer geistigen Behinderung aus Hamburg gegangen.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Kaisergebirge Nr 9.
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Lechtaler Alpen
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die Murmeltiere pfeifen. Schließlich tummeln sich auch recht viele Leute auf dem Lechtaler Höhenweg. Johanna und ich sind seit zwei Tagen hier im Gebirge und machten eben eine sehr nette Bekanntschaft mit vier sympathischen Leuten aus Halle, Berlin und Greifswald. Noch ahnen wir nicht, dass diese Begegnung mit Silke, Rüdiger, Gernot und Jo auch in vielen Jahren noch Auswirkungen auf unsere Urlaubsplanung im Sommer haben wird. Eines sei verraten: Seit diesem Sommer im Jahre 1997 gibt es in jedem Jahr eine Alpenwanderung. Der Kern der MitwanderInnen ist geblieben, doch mit den Jahren sind einige neue Leute aus den verschiedenen Freundeskreisen hinzugekommen. So wandern wir in immer etwas veränderter Besetzung. Gleich geblieben ist jedoch der Charakter unserer Treffen: Eine Woche von Hütte zu Hütte, ob in Österreich, Italien oder der Schweiz, mit viel Spaß und Gelächter, intensiven Gesprächen und einem guten Wein am Abend.
Ganz wunderschön und ein absoluter Höhepunkt in dieser Woche war die gemütliche Mittagspause am Gufelsee. Das Wasser schimmerte türkis-blau. Umrahmt von begrünten Felshängen in einer völlig unberührten Landschaft (da nicht auf der Hauptroute) strahlte der See eine unglaubliche Ruhe aus. Ein erfrischendes Bad und ein kleines Mittagsschläfchen rundeten den Besuch in diesem Idyll ab.
Wir sind auf der Muttekopfhütte. Halleluja. Es war ein anstrengender und nicht ganz einfacher Tag. Heute waren wir die letzte aller Gruppen und erlebten daher erneut einen recht einsamen Tag.
Allgemeine Informationen
Charakter: Wanderung im alpinen, kurzzeitig auch hochalpinen Gelände mit vielen Auf- und Abstiegen, kein Kontakt mit der Zivilisation für eine ganze Woche, zwischen 700 und 2650 m gelegen.
Wanderroute mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Zürs -Stuttgarter Hütte - Kaiserjochhaus - Ansbacher- Hütte - MemmingerHütte - Würrtemberger Haus - Hanauer Hütte - Muttekopfhütte -Endpunkt Imst
Hütten: Alpenverein (DAV)
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen in alle Haupt- und Seitentäler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Lechtaler Alpen - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte -1:50 000 - Lechtaler Alpen-Hornbachkette Nr. 24
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Nationalpark Hohe Tauern - Lasörling- und
Venediger-Gruppe
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Wandern mal in einer anderen Konstellation, mit Esther aus dem Orchester. In Matrei stieg Esther zu und erzählte erst einmal von ihrer schrecklichen Anreise mit stundenlanger Verspätung. Nun, es ist gut gegangen und wir haben uns tatsächlich getroffen. Esther kam direkt aus Hamburg, ich aus der Brenta-Gruppe in Italien, wo ich bereits eine Woche mit Leuten aus unserem Wandergrüppchen gewandert bin.
Am Morgen war noch kurz blauer Himmel, dann zog es sich schon wieder zu. So stiegen wir im Nieselregen, später bei Schneefall zum Türmljoch hinauf, auf 2772 m. Die Spur war gut zu sehen, die Sicht eher mäßig, Markierungen waren dagegen noch gut sichtbar. Beim Abstieg folgten wir einer Schafherde, die ins Tal getrieben wurde. Harte Arbeit ist das für die Schäfer. Den Nachmittag verbrachten wir auf der Johannishütte. Die Besteigung des Großvenedigers haben wir aufgrund der Schneemengen abgesagt. Die Dame vom Bergführer-Büro bestätigte, dass im Moment ohnehin niemand hochginge.
Nach drei Jahren habe ich erneut versucht, die Venediger-Gruppe zu erwandern. Mit unserem bewährten Wandergrüppchen (dieses Jahr bestehend aus Johanna, Gernot, Rüdiger und mir) hatten wir dieses Mal ein glückliches Händchen was das Wetterbetrifft. Mit nur einem Regentag haben wir eine herrliche Woche verbracht, haben tollste Ausblicke genossen, sind als erste Seilschaft durch den unberührten Schnee auf den Gipfel des Großvenediger (3674 m) gewandert, haben gemütliche Hütten kennen gelernt und sind an manchen Tagen durch eine herrlich unberührte und einsame Berglandschaft gewandert.
Allgemeine Informationen
Charakter: Durch die Lasörling- und die Venedigergruppe sind ausgiebige Wanderungen von Hütte zu Hütte möglich (z.B. auf dem Lasörling- oder dem Venediger-Höhenweg). Darüber hinaus ist das Gebiet zu großen Flächen vergletschert und daher ein sehr ergiebiges Terrain für HochtourengeherInnen. Bei Tour I mussten wir aufgrund des teilweise heftigen Schneefalls (Anfang September) täglich unsere geplante Route ändern. Wanderung zwischen 1100und 2770 m (Tour I) und zwischen 1100 und 3674 m gelegen (Tour II).
Wanderroute Tour I mit fünf Übernachtungen: Ausgangspunkt Prägraten -Lasörlinghütte - Lasnitzen-Alm - Essen-Rostocker-Hütte -Johannishütte - Nilijoch-Hütte - Endpunkt Obermauern
Wanderroute Tour II mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Obermauern -Lasörling-Hütte - Neue Reichenberger Hütte - Essen-Rostocker-Hütte - Defreggerhaus - Großvenediger - Johannishütte - Bonn-Matreier-Hütte - Badener-Hütte - Endpunkt Gruben.
Hütten: Alpenverein (DAV und OeAV), ansonsten privat
ÖPNV: Busverbindungen in alle Täler
Besonderheiten: Das Gebiet Nationalpark Hohe Tauern ist bekannt für seine geologischen Besonderheiten.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Venediger-Gruppe - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Osttirol - Rother Wanderführer
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Matrei-Defereggen-Virgental WK 123
Adressen: Venediger Bergführer: www.venediger-bergfuehrer.at
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Zillertaler Alpen - Ahrntal - Venediger- und
Lasörling-Gruppe
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die wunderschöne Venediger-Gruppe einmal von der anderen Seite aus zu erreichen, das ist die Idee für diese knappe Woche. Der kurze Aufstieg vom Zillergrund-Stausee zur Plauener Hütte ist perfekt zum Einlaufen.
Ein langer Tag in praller Sonne auf dem herrlichen Lausitzer Höhenweg bei über 20° in ca. 2400m Höhe. Das strengt an. Aber glücklicherweise gibt es viel Wasser am Weg und die Ausblicke in das Ahrntal und auf viele Gipfel im österreichisch-italienischen Grenzgebiet lenken von der Anstrengung ab. Leider ist die Birnlückenhütte sehr früh sichtbar, was die Motivation nicht unbedingt steigert. Von der urigen Lenkjöchl-Hütte steigen Johannes und ich zum Vorderen Umbaltörl auf. Knapp 3000m hoch ist dieser einzige gletscherfreie Übergang im Gebiet Dreiherren- und Rötspitze im hinteren Teil des beeindruckenden Umbaltales. Den kurzen Aufstieg über Blockfelsen zum Aussichtsgipfel Ahrner Kopf (3051m) nehmen wir mit und machen uns dann an den einsamen Abstieg zur Clara Hütte.
Allgemeine Informationen
Charakter: alpine und hochalpine Übergänge, zwei Grenzübergänge(von Österreich nach Italien und zurück nach Österreich), der großartige Lausitzer Höhenweg hoch über dem Ahrntal, Route zwischen 1389m und 2926m gelegen;
Wanderroute mit fünf Übernachtungen: Ausgangspunkt Zillergrundstaussee - Plauener Hütte - Birnlückenhütte - Lenkjöchl-Hütte - Clara-Hütte - Neue Reichenberger Hütte - Endpunkt St.Jacob im Defreggen
Hütten: Alpenverein (DAV und OeAV), ansonsten privat
ÖPNV: Zug bis Jenbach, Busverbindungen ins Zillertal; Bus vom Defreggental nach Lienz; von dort mit dem Zug nach Kärnten oder über das Pustertal zum Brenner
Besonderheiten: Eine sehr unberührte Natur, keine Skilifte und in diesem Sommer extrem viel Wasser in den Wasserfällen und Bächen (es war heiß und die Gletscher flossen regelrecht aus). Das Gebiet Nationalpark Hohe Tauern ist bekannt für seine geologischen Besonderheiten.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Matrei-Defereggen-Virgental WK 123
Venediger-Gruppe - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother· Osttirol - Rother Wanderführer
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Adressen: Venediger Bergführer: www.venediger-bergfuehrer.at
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Montafon | Rätikon
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Meine alte Schulfreundin Esther und ich wollten endlich mal zusammen wandern gehen. Das Rätikon bot sich hierfür an. Vier Tage bei allerbestem spätsommerlichen Bergwetter mit einer super Sicht, das war ganz nach unserem Geschmack. Auf der österreichischen Seite waren viele Leute unterwegs, auf der Schweizer Seite ging es dagegen beschaulicher zu.· Spontan haben wir entschieden die Sulzfluh (2818 m) zu besteigen. Wir waren natürlich nicht die Einzigen auf dem Gipfel, aber unsere Route von Süden durch den Gemstobel sind nur weniger Wanderer gegangen. Am Nachmittag gefiel uns die Garschina-Hütte auf der Schweizer Seite so gut, dass wir erneut spontan entschieden und dort blieben.
Wieder steige ich ins Montafon auf. Dieses Mal mit einer großen Gruppe Hamburger Schüler/innen. Für die meisten unter ihnen ist es das erste Mal, zu Fuß und mit einem größeren Rucksack von Hütte zu Hütte zu wandern. Die Packliste beinhaltete nicht mehr als unbedingt nötig. Dennoch sind manche Rucksäcke ganz schön üppig. Die ungewohnte Anstrengung haben dennoch alle ganz prima gemeistert. Das normale Pensum reichten manchen aber doch nicht aus. Sie nahmen jeden Gipfel und jeden Umweg mit. Respekt.
Allgemeine Informationen
Charakter: Gemütliche Wanderung auf guten Wegen. Die Hütten sind teilweise sehr groß und voll. Wanderungen zwischen 985 und2818 m gelegen.
Wanderroute I mit drei Übernachtungen: Ausgangspunkt Tschagguns (Sessellift nach Grabs) - Tilisuna-Hütte (Österreich) -Sulzfluh - Garschina-Hütte (Schweiz)- Totalphütte (Österreich) -Endpunkt Talstation Lünerseebahn (Seilbahn)
Wanderroute II mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Latschau – Lindauer Hütte (Österreich) – Tilisuna-Hütte (Österreich)– Garschina-Hütte (Schweiz) – Lindauer Hütte (zwei weitere Nächte)– Douglas-Hütte (Österreich) - Endpunkt Talstation Lünerseebahn (Seilbahn)
Gipfel: Sulzfluh (2818 m) und Geißspitze (2334 m)
Hütten: Alpenverein (OeAV und SAC)
ÖPNV: Zug- oder Busverbindungen in alle Täler
Besonderheiten: Die zweite Tour habe ich mit einer Schulklasse aus Hamburg und deren Begleiter/innen unternommen (6. Klasse). Entsprechend der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Schüler/innen konnten hier diverse Varianten eingebaut werden. Eigentlich war die Tour nach der Garschina-Hütte anders geplant. Aufgrund von Neuschnee und starkem Wind mussten wir jedoch flexibel sein und hatten das große Glück, dass wir alle zwei weitere Nächte in der Lindauer Hütte (ein sehr kinderfreundliches Haus) Platz fanden.
Wanderführer - Wanderkarten:
Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Bludenz-Klostertal-Montafon WK 371 Kompass-Wanderkarte -1:50 000 – Bludenz – Schruns - Klostertal Nr. 32
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 - Büchergilde Gutenberg
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Ötztaler Alpen
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die Gruppe ist nett, das Wetter ist gut und wir alle hoffen, an diesem verlängerten Wochenende gemeinsam mit unserem Bergführer die Wildspitze zu besteigen. Für dieses Unternehmen ist die Braunschweiger Hütte unser Basislager. Hier in der direkten Umgebung lernen wir Grundkenntnisse für das Begehen der Gletscher, insbesondere die Selbstrettung aus einer Spalte, bzw. die Spaltenbergung eines Gestürzten.
Es hat geklappt. Für mich ist es der zweite Versuch, den zweithöchsten Berg Österreichs mit 3774 m zu besteigen, nachdem vor einigen Jahren bei einem ähnlichen Kurs zu viel Schnee lag, um diese lange und anstrengende Tour in Angriff zu nehmen. Jetzt hat alles gepasst. Früh morgens um 5.00 Uhr wanderten wir los. Es war bereits hell. Seit vorgestern konnten wir ständig von der Hütte aus zum Gipfel hinüber blicken. Es war klar, dass es ein weiter Weg sein würde. Nach 13 1/2 Stunden waren wir schließlich zurück auf der Hütte. Eine große Seilschaft geht natürlich in einem langsameren Tempo. Aber das ist alles nebensächlich. Wichtig ist, dass wir alle oben waren und dass wir einen solch phantastischen Tag erlebt haben.
Punkt 8:00 Uhr los, 1000 m Aufstieg zum Aperen Madatschjoch auf 3030 m gelegen. Der Aufstieg ist steil durch viel Schutt, teilweise sind Ketten am Fels angebracht. Auch der Abstieg ist sehr steil versichert. Ein Getränk und eine Suppe auf der Kaunergrathütte und schon geht es weiter zum Cottbuser Höhenweg, ein schön anspruchsvolles Teilstück durch eine steile Rinne. Ein langer Wandertag endet bei der Riffelseehütte, sozusagen neben dem Skilift, der von der Terrasse zum Glück aber nicht zu sehen ist.
Der dritte Versuch, die Wildspitze zu besteigen schlägt wieder fehl: Regen, Regen, Regen. Dem Bergführer scheint es nicht ganz unrecht zu sein, die geplante Aktion abzusagen.
Allgemeine Informationen
Charakter: Die Ötztaler Alpen sind ein größtenteils vergletschertes Gebiet, teilweise auch mächtig verschandelt durch Skipisten und Liftanlagen. Aufgrund der Größe gibt es jedoch auch ausreichend Wege ohne solche Beeinträchtigungen. Insgesamt sind Wanderungen in den Ötztaler Alpen immer ein anspruchsvolles Unterfangen, da entweder Gletscher überquert werden müssen oder aber hochalpine felsige Übergänge. Wanderungen zwischen 1300 und 3774 m gelegen.
Wanderroute I mit drei Übernachtungen auf der Braunschweiger Hütte: Ausgangspunkt Mittelberg - Braunschweiger Hütte -Wildspitze - Braunschweiger Hütte - Endpunkt Mittelberg
Wanderroute II mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Feichten im Kaunertal – Verpeilhütte – Riffelseehütte –Taschachhaus – Braunschweiger Hütte – Vent (wegen schlechten Wetters die Besteigung der Wildspitze und den Übergang zur Breslauer Hütte abgesagt; vom Rettenbachferner Bustransfer nötig)– Hochjochhospiz – Similaunhütte – Endpunkt Vernagt
Hütten: Alpenverein (DAV) sowie privat
ÖPNV: Busverbindungen in alle Täler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Ötztaler Alpen - Gebietsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Alpenvereinskarten 1:25 000 Gurgl 30/1 - Weißkugel 30/2 -Kaunergrat 30/3 - Geigenkamm 30/5 - Wildspitze 30/6
Kompass-Wanderkarte -1:50 000 – Ötztaler Alpen Nr. 43
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Montafon | Silvretta | Unterengadin
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Aufstieg zur Tübinger Hütte auf 2191 m. Die vielen Heidelbeeren verhindern ein zügiges vorankommen. Die Münder sind tiefblau und überall pfeifen die Murmeltiere.
Regen am Morgen, die Saarbrückener Hütte ist dich verhangen. Kurz unterhalb des Litznersattel sehen wir von Ferne einen Steinbock. Endlich, zur Mittagspause hat es aufgehört zu regnen. Wir steigen durch das Klostertal auf ganz besonders schön strukturierten Blockfelsen hinauf zur Roten Furka und werden dort überrascht von einer großartigen Sicht auf den Silvretta-Gletscher. Die nah gelegene Silvretta-Hütte lässt keine Wünsche übrig. Super Essen, schöne Zimmer, tolle Lage, nette Leute. Wir bleiben zwei Nächte.
Super Sicht, super Wetter, frühes Frühstück, früher Abstieg. Die letzte Nacht verbringen wir in der ehrenamtlich bewirtschafteten Linard-Hütte am Fuße des höchsten Berges des Unterengadins, dem Piz Linard. Die Hütte ist klein und voll und dennoch sind wir sehr zufrieden.
Allgemeine Informationen
Charakter: alpine Wanderung durch einsame Täler, sehr vielseitige Eindrücke, immer wieder Ausblicke auf Gletscher; Übernachtung in überwiegend richtig netten Hütten; Wanderung zwischen 980 und 2800 m gelegen
Wanderroute mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Gaschurn– Tübinger Hütte – Saarbrückener Hütte – Silvretta-Hütte (2 Nächte) – Berghaus Vereina – Linard-Hütte - Endpunkt Lavin
Hütten: Alpenverein (DAV und SAC) sowie privat
ÖPNV: Bus- bzw. Zugverbindungen in alle Täler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Kompass-Wanderkarte - 1:50 000 – Davos – Arosa – Prättigau –Klosters Nr. 113 Kompass-Wanderkarte – 1:50 000 Silvretta – Verwallgruppe Nr. 41
Kümmerly+Frey Wanderkarte 1:60 000 Unterengadin
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Stand: September 2007
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Kaisergebirge
Lechtaler Alpen
Nationalpark Hohe Tauern - Lasöring- und Venediger-Gruppe
Zillertaler Alpen - Ahrntal - Venediger- und Lasörling-Gruppe
Montafon | Rätikon
Ötztaler Alpen
Montafon | Silvretta | Unterengadin
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Karwendelgebirge
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Grüne Wiesen, idyllisch gelegene Almen, schroffe Wände, Geröllhänge (sog. Kare), das ist das Karwendelgebirge. Eine knappe Woche lang bewegten wir uns gemütlich von Hütte zu Hütte.
Der Blick geht hinunter von der Nordkette auf das 1500 m tieferliegende Inntal mit allem, was die Zivilisation ausmacht. Geht der Weg auf der Südseite des Kammes, dröhnt der Straßenlärm den Steilhang hinauf. Geht der Weg auf der anderen Seite und der Blick schweift nach Norden, ist von all dem nichts, aber auch gar nichts, zu bemerken.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung (es geht hier durchaus auch anders) im großen Bogen durch das Karwendelgebirge, zwischen 560 und 2260 m gelegen
Wanderroute mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Stans - Lamsenjochhütte - Falkenhütte - Karwendelhaus (zwei Nächte) - Möslalm - Pfeishütte - Endpunkt Innsbruck
Hütten: Deutscher Alpenverein (DAV) oder privat
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen ins Inntal und die Seitentäler
Besonderheiten: Das Gebiet ist außerdem sehr interessant für Kletterer und Klettersteiggeher/innen
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Wanderbuch Karwendel-Rofan - Kompass
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Karwendelgebirge Nr. 26
Adressen: Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de
Österreichischer Postbus: www.postbus.at
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Kaisergebirge
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Der Dauerregen hat uns dazu bewogen, die Tour etwas abzuändern und den Bergneulingen sowie nicht so trittsicheren Mitwanderern Rechnung zu tragen. So wanderten wir nicht am Fuße des Zahmen Kaisers entlang, sondern stiegen ins Kaisertal ab. Dieser Abstieg hatte zur Folge, dass wir für unser Tagesziel erneut 800 Höhenmeteraufsteigen mussten. Der Weg ging über Almen, durch Latschen und zuletzt durch offenes Gelände mit vielen blühenden Alpenblumen wie z.B. Alpenrosen und Teufelskrallen. Gleichzeitig wanderten wir unter den steilen und imposanten Wänden des Kaiserhauptkammes entlang.
Das Stripsenjochhaus befindet sich auf 1580 m und ist auf dem einzigen Sattel des Kaisertals gelegen. Wir übernachten in einem Matrazenlager für über 20 Wanderer. Das Stripsenjochhaus ist der Ausgangspunkt für die Überschreitung des Wilden Kaisers durch die Steinerne Rinne.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung, was für den Wilden Kaiser eher untypisch ist, kommen die meisten Leute doch wegen der bizarren Felsformationen; zwischen 480 und 1580 m gelegen.
Wanderroute mit zwei Übernachtungen: Ausgangspunkt Ebbs -Vorderkaiserfeldenhütte - Stripsenjochhaus - Endpunkt Griesenau
Hütten: Alpenverein (DAV)
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen in alle Haupt- und Seitentäler
Besonderheiten: Diese Tour bin ich gemeinsam mit Menschen mit einer geistigen Behinderung aus Hamburg gegangen.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Kaisergebirge Nr 9.
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Lechtaler Alpen
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die Murmeltiere pfeifen. Schließlich tummeln sich auch recht viele Leute auf dem Lechtaler Höhenweg. Johanna und ich sind seit zwei Tagen hier im Gebirge und machten eben eine sehr nette Bekanntschaft mit vier sympathischen Leuten aus Halle, Berlin und Greifswald. Noch ahnen wir nicht, dass diese Begegnung mit Silke, Rüdiger, Gernot und Jo auch in vielen Jahren noch Auswirkungen auf unsere Urlaubsplanung im Sommer haben wird. Eines sei verraten: Seit diesem Sommer im Jahre 1997 gibt es in jedem Jahr eine Alpenwanderung. Der Kern der MitwanderInnen ist geblieben, doch mit den Jahren sind einige neue Leute aus den verschiedenen Freundeskreisen hinzugekommen. So wandern wir in immer etwas veränderter Besetzung. Gleich geblieben ist jedoch der Charakter unserer Treffen: Eine Woche von Hütte zu Hütte, ob in Österreich, Italien oder der Schweiz, mit viel Spaß und Gelächter, intensiven Gesprächen und einem guten Wein am Abend.
Ganz wunderschön und ein absoluter Höhepunkt in dieser Woche war die gemütliche Mittagspause am Gufelsee. Das Wasser schimmerte türkis-blau. Umrahmt von begrünten Felshängen in einer völlig unberührten Landschaft (da nicht auf der Hauptroute) strahlte der See eine unglaubliche Ruhe aus. Ein erfrischendes Bad und ein kleines Mittagsschläfchen rundeten den Besuch in diesem Idyll ab.
Wir sind auf der Muttekopfhütte. Halleluja. Es war ein anstrengender und nicht ganz einfacher Tag. Heute waren wir die letzte aller Gruppen und erlebten daher erneut einen recht einsamen Tag.
Allgemeine Informationen
Charakter: Wanderung im alpinen, kurzzeitig auch hochalpinen Gelände mit vielen Auf- und Abstiegen, kein Kontakt mit der Zivilisation für eine ganze Woche, zwischen 700 und 2650 m gelegen.
Wanderroute mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Zürs -Stuttgarter Hütte - Kaiserjochhaus - Ansbacher- Hütte - MemmingerHütte - Würrtemberger Haus - Hanauer Hütte - Muttekopfhütte -Endpunkt Imst
Hütten: Alpenverein (DAV)
ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen in alle Haupt- und Seitentäler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Lechtaler Alpen - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte -1:50 000 - Lechtaler Alpen-Hornbachkette Nr. 24
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Nationalpark Hohe Tauern - Lasörling- und
Venediger-Gruppe
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Wandern mal in einer anderen Konstellation, mit Esther aus dem Orchester. In Matrei stieg Esther zu und erzählte erst einmal von ihrer schrecklichen Anreise mit stundenlanger Verspätung. Nun, es ist gut gegangen und wir haben uns tatsächlich getroffen. Esther kam direkt aus Hamburg, ich aus der Brenta-Gruppe in Italien, wo ich bereits eine Woche mit Leuten aus unserem Wandergrüppchen gewandert bin.
Am Morgen war noch kurz blauer Himmel, dann zog es sich schon wieder zu. So stiegen wir im Nieselregen, später bei Schneefall zum Türmljoch hinauf, auf 2772 m. Die Spur war gut zu sehen, die Sicht eher mäßig, Markierungen waren dagegen noch gut sichtbar. Beim Abstieg folgten wir einer Schafherde, die ins Tal getrieben wurde. Harte Arbeit ist das für die Schäfer. Den Nachmittag verbrachten wir auf der Johannishütte. Die Besteigung des Großvenedigers haben wir aufgrund der Schneemengen abgesagt. Die Dame vom Bergführer-Büro bestätigte, dass im Moment ohnehin niemand hochginge.
Nach drei Jahren habe ich erneut versucht, die Venediger-Gruppe zu erwandern. Mit unserem bewährten Wandergrüppchen (dieses Jahr bestehend aus Johanna, Gernot, Rüdiger und mir) hatten wir dieses Mal ein glückliches Händchen was das Wetterbetrifft. Mit nur einem Regentag haben wir eine herrliche Woche verbracht, haben tollste Ausblicke genossen, sind als erste Seilschaft durch den unberührten Schnee auf den Gipfel des Großvenediger (3674 m) gewandert, haben gemütliche Hütten kennen gelernt und sind an manchen Tagen durch eine herrlich unberührte und einsame Berglandschaft gewandert.
Allgemeine Informationen
Charakter: Durch die Lasörling- und die Venedigergruppe sind ausgiebige Wanderungen von Hütte zu Hütte möglich (z.B. auf dem Lasörling- oder dem Venediger-Höhenweg). Darüber hinaus ist das Gebiet zu großen Flächen vergletschert und daher ein sehr ergiebiges Terrain für HochtourengeherInnen. Bei Tour I mussten wir aufgrund des teilweise heftigen Schneefalls (Anfang September) täglich unsere geplante Route ändern. Wanderung zwischen 1100und 2770 m (Tour I) und zwischen 1100 und 3674 m gelegen (Tour II).
Wanderroute Tour I mit fünf Übernachtungen: Ausgangspunkt Prägraten -Lasörlinghütte - Lasnitzen-Alm - Essen-Rostocker-Hütte -Johannishütte - Nilijoch-Hütte - Endpunkt Obermauern
Wanderroute Tour II mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Obermauern -Lasörling-Hütte - Neue Reichenberger Hütte - Essen-Rostocker-Hütte - Defreggerhaus - Großvenediger - Johannishütte - Bonn-Matreier-Hütte - Badener-Hütte - Endpunkt Gruben.
Hütten: Alpenverein (DAV und OeAV), ansonsten privat
ÖPNV: Busverbindungen in alle Täler
Besonderheiten: Das Gebiet Nationalpark Hohe Tauern ist bekannt für seine geologischen Besonderheiten.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Venediger-Gruppe - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Osttirol - Rother Wanderführer
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Matrei-Defereggen-Virgental WK 123
Adressen: Venediger Bergführer: www.venediger-bergfuehrer.at
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Zillertaler Alpen - Ahrntal - Venediger- und
Lasörling-Gruppe
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die wunderschöne Venediger-Gruppe einmal von der anderen Seite aus zu erreichen, das ist die Idee für diese knappe Woche. Der kurze Aufstieg vom Zillergrund-Stausee zur Plauener Hütte ist perfekt zum Einlaufen.
Ein langer Tag in praller Sonne auf dem herrlichen Lausitzer Höhenweg bei über 20° in ca. 2400m Höhe. Das strengt an. Aber glücklicherweise gibt es viel Wasser am Weg und die Ausblicke in das Ahrntal und auf viele Gipfel im österreichisch-italienischen Grenzgebiet lenken von der Anstrengung ab. Leider ist die Birnlückenhütte sehr früh sichtbar, was die Motivation nicht unbedingt steigert. Von der urigen Lenkjöchl-Hütte steigen Johannes und ich zum Vorderen Umbaltörl auf. Knapp 3000m hoch ist dieser einzige gletscherfreie Übergang im Gebiet Dreiherren- und Rötspitze im hinteren Teil des beeindruckenden Umbaltales. Den kurzen Aufstieg über Blockfelsen zum Aussichtsgipfel Ahrner Kopf (3051m) nehmen wir mit und machen uns dann an den einsamen Abstieg zur Clara Hütte.
Allgemeine Informationen
Charakter: alpine und hochalpine Übergänge, zwei Grenzübergänge(von Österreich nach Italien und zurück nach Österreich), der großartige Lausitzer Höhenweg hoch über dem Ahrntal, Route zwischen 1389m und 2926m gelegen;
Wanderroute mit fünf Übernachtungen: Ausgangspunkt Zillergrundstaussee - Plauener Hütte - Birnlückenhütte - Lenkjöchl-Hütte - Clara-Hütte - Neue Reichenberger Hütte - Endpunkt St.Jacob im Defreggen
Hütten: Alpenverein (DAV und OeAV), ansonsten privat
ÖPNV: Zug bis Jenbach, Busverbindungen ins Zillertal; Bus vom Defreggental nach Lienz; von dort mit dem Zug nach Kärnten oder über das Pustertal zum Brenner
Besonderheiten: Eine sehr unberührte Natur, keine Skilifte und in diesem Sommer extrem viel Wasser in den Wasserfällen und Bächen (es war heiß und die Gletscher flossen regelrecht aus). Das Gebiet Nationalpark Hohe Tauern ist bekannt für seine geologischen Besonderheiten.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Matrei-Defereggen-Virgental WK 123
Venediger-Gruppe - Alpenvereinsführer - Bergverlag Rudolf Rother· Osttirol - Rother Wanderführer
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Adressen: Venediger Bergführer: www.venediger-bergfuehrer.at
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Montafon | Rätikon
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Meine alte Schulfreundin Esther und ich wollten endlich mal zusammen wandern gehen. Das Rätikon bot sich hierfür an. Vier Tage bei allerbestem spätsommerlichen Bergwetter mit einer super Sicht, das war ganz nach unserem Geschmack. Auf der österreichischen Seite waren viele Leute unterwegs, auf der Schweizer Seite ging es dagegen beschaulicher zu.· Spontan haben wir entschieden die Sulzfluh (2818 m) zu besteigen. Wir waren natürlich nicht die Einzigen auf dem Gipfel, aber unsere Route von Süden durch den Gemstobel sind nur weniger Wanderer gegangen. Am Nachmittag gefiel uns die Garschina-Hütte auf der Schweizer Seite so gut, dass wir erneut spontan entschieden und dort blieben.
Wieder steige ich ins Montafon auf. Dieses Mal mit einer großen Gruppe Hamburger Schüler/innen. Für die meisten unter ihnen ist es das erste Mal, zu Fuß und mit einem größeren Rucksack von Hütte zu Hütte zu wandern. Die Packliste beinhaltete nicht mehr als unbedingt nötig. Dennoch sind manche Rucksäcke ganz schön üppig. Die ungewohnte Anstrengung haben dennoch alle ganz prima gemeistert. Das normale Pensum reichten manchen aber doch nicht aus. Sie nahmen jeden Gipfel und jeden Umweg mit. Respekt.
Allgemeine Informationen
Charakter: Gemütliche Wanderung auf guten Wegen. Die Hütten sind teilweise sehr groß und voll. Wanderungen zwischen 985 und2818 m gelegen.
Wanderroute I mit drei Übernachtungen: Ausgangspunkt Tschagguns (Sessellift nach Grabs) - Tilisuna-Hütte (Österreich) -Sulzfluh - Garschina-Hütte (Schweiz)- Totalphütte (Österreich) -Endpunkt Talstation Lünerseebahn (Seilbahn)
Wanderroute II mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Latschau – Lindauer Hütte (Österreich) – Tilisuna-Hütte (Österreich)– Garschina-Hütte (Schweiz) – Lindauer Hütte (zwei weitere Nächte)– Douglas-Hütte (Österreich) - Endpunkt Talstation Lünerseebahn (Seilbahn)
Gipfel: Sulzfluh (2818 m) und Geißspitze (2334 m)
Hütten: Alpenverein (OeAV und SAC)
ÖPNV: Zug- oder Busverbindungen in alle Täler
Besonderheiten: Die zweite Tour habe ich mit einer Schulklasse aus Hamburg und deren Begleiter/innen unternommen (6. Klasse). Entsprechend der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Schüler/innen konnten hier diverse Varianten eingebaut werden. Eigentlich war die Tour nach der Garschina-Hütte anders geplant. Aufgrund von Neuschnee und starkem Wind mussten wir jedoch flexibel sein und hatten das große Glück, dass wir alle zwei weitere Nächte in der Lindauer Hütte (ein sehr kinderfreundliches Haus) Platz fanden.
Wanderführer - Wanderkarten:
Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50 000 - Bludenz-Klostertal-Montafon WK 371 Kompass-Wanderkarte -1:50 000 – Bludenz – Schruns - Klostertal Nr. 32
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 - Büchergilde Gutenberg
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Ötztaler Alpen
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Die Gruppe ist nett, das Wetter ist gut und wir alle hoffen, an diesem verlängerten Wochenende gemeinsam mit unserem Bergführer die Wildspitze zu besteigen. Für dieses Unternehmen ist die Braunschweiger Hütte unser Basislager. Hier in der direkten Umgebung lernen wir Grundkenntnisse für das Begehen der Gletscher, insbesondere die Selbstrettung aus einer Spalte, bzw. die Spaltenbergung eines Gestürzten.
Es hat geklappt. Für mich ist es der zweite Versuch, den zweithöchsten Berg Österreichs mit 3774 m zu besteigen, nachdem vor einigen Jahren bei einem ähnlichen Kurs zu viel Schnee lag, um diese lange und anstrengende Tour in Angriff zu nehmen. Jetzt hat alles gepasst. Früh morgens um 5.00 Uhr wanderten wir los. Es war bereits hell. Seit vorgestern konnten wir ständig von der Hütte aus zum Gipfel hinüber blicken. Es war klar, dass es ein weiter Weg sein würde. Nach 13 1/2 Stunden waren wir schließlich zurück auf der Hütte. Eine große Seilschaft geht natürlich in einem langsameren Tempo. Aber das ist alles nebensächlich. Wichtig ist, dass wir alle oben waren und dass wir einen solch phantastischen Tag erlebt haben.
Punkt 8:00 Uhr los, 1000 m Aufstieg zum Aperen Madatschjoch auf 3030 m gelegen. Der Aufstieg ist steil durch viel Schutt, teilweise sind Ketten am Fels angebracht. Auch der Abstieg ist sehr steil versichert. Ein Getränk und eine Suppe auf der Kaunergrathütte und schon geht es weiter zum Cottbuser Höhenweg, ein schön anspruchsvolles Teilstück durch eine steile Rinne. Ein langer Wandertag endet bei der Riffelseehütte, sozusagen neben dem Skilift, der von der Terrasse zum Glück aber nicht zu sehen ist.
Der dritte Versuch, die Wildspitze zu besteigen schlägt wieder fehl: Regen, Regen, Regen. Dem Bergführer scheint es nicht ganz unrecht zu sein, die geplante Aktion abzusagen.
Allgemeine Informationen
Charakter: Die Ötztaler Alpen sind ein größtenteils vergletschertes Gebiet, teilweise auch mächtig verschandelt durch Skipisten und Liftanlagen. Aufgrund der Größe gibt es jedoch auch ausreichend Wege ohne solche Beeinträchtigungen. Insgesamt sind Wanderungen in den Ötztaler Alpen immer ein anspruchsvolles Unterfangen, da entweder Gletscher überquert werden müssen oder aber hochalpine felsige Übergänge. Wanderungen zwischen 1300 und 3774 m gelegen.
Wanderroute I mit drei Übernachtungen auf der Braunschweiger Hütte: Ausgangspunkt Mittelberg - Braunschweiger Hütte -Wildspitze - Braunschweiger Hütte - Endpunkt Mittelberg
Wanderroute II mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Feichten im Kaunertal – Verpeilhütte – Riffelseehütte –Taschachhaus – Braunschweiger Hütte – Vent (wegen schlechten Wetters die Besteigung der Wildspitze und den Übergang zur Breslauer Hütte abgesagt; vom Rettenbachferner Bustransfer nötig)– Hochjochhospiz – Similaunhütte – Endpunkt Vernagt
Hütten: Alpenverein (DAV) sowie privat
ÖPNV: Busverbindungen in alle Täler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Ötztaler Alpen - Gebietsführer - Bergverlag Rudolf Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg Alpenvereinskarten 1:25 000 Gurgl 30/1 - Weißkugel 30/2 -Kaunergrat 30/3 - Geigenkamm 30/5 - Wildspitze 30/6
Kompass-Wanderkarte -1:50 000 – Ötztaler Alpen Nr. 43
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Montafon | Silvretta | Unterengadin
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Aufstieg zur Tübinger Hütte auf 2191 m. Die vielen Heidelbeeren verhindern ein zügiges vorankommen. Die Münder sind tiefblau und überall pfeifen die Murmeltiere.
Regen am Morgen, die Saarbrückener Hütte ist dich verhangen. Kurz unterhalb des Litznersattel sehen wir von Ferne einen Steinbock. Endlich, zur Mittagspause hat es aufgehört zu regnen. Wir steigen durch das Klostertal auf ganz besonders schön strukturierten Blockfelsen hinauf zur Roten Furka und werden dort überrascht von einer großartigen Sicht auf den Silvretta-Gletscher. Die nah gelegene Silvretta-Hütte lässt keine Wünsche übrig. Super Essen, schöne Zimmer, tolle Lage, nette Leute. Wir bleiben zwei Nächte.
Super Sicht, super Wetter, frühes Frühstück, früher Abstieg. Die letzte Nacht verbringen wir in der ehrenamtlich bewirtschafteten Linard-Hütte am Fuße des höchsten Berges des Unterengadins, dem Piz Linard. Die Hütte ist klein und voll und dennoch sind wir sehr zufrieden.
Allgemeine Informationen
Charakter: alpine Wanderung durch einsame Täler, sehr vielseitige Eindrücke, immer wieder Ausblicke auf Gletscher; Übernachtung in überwiegend richtig netten Hütten; Wanderung zwischen 980 und 2800 m gelegen
Wanderroute mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Gaschurn– Tübinger Hütte – Saarbrückener Hütte – Silvretta-Hütte (2 Nächte) – Berghaus Vereina – Linard-Hütte - Endpunkt Lavin
Hütten: Alpenverein (DAV und SAC) sowie privat
ÖPNV: Bus- bzw. Zugverbindungen in alle Täler
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarte:
Kompass-Wanderkarte - 1:50 000 – Davos – Arosa – Prättigau –Klosters Nr. 113 Kompass-Wanderkarte – 1:50 000 Silvretta – Verwallgruppe Nr. 41
Kümmerly+Frey Wanderkarte 1:60 000 Unterengadin
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 -Büchergilde Gutenberg
Stand: September 2007
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