DEUTSCHLAND | Reisebericht-Tipps-Informationen
Harz
Karwendelgebirge
Allgäuer Alpen

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Harz

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Vom Kaiserweg auf den Goetheweg und am Ende noch ein Stück Hexenstieg, das ist unsere viertägige Wanderung. Als in Torfhaus die Ruhe des Abends einkehrt, befinden sich nur noch wenige Menschen am großen Parkplatz, um einen Blick auf den Brocken zu werfen. Wir sind froh, hier in der gemütlichen Hütte übernachten zu dürfen und genießen den Ausblick auf den höchsten Berg Norddeutschlands.

Der Weg auf den Brocken geht durch das Torfmoor. Das Totholz lebt. Das lesen wir auf den Informationstafeln des Nationalparks. Wir schwitzen ein steiles Wegstück hinauf und sind dann überrascht von der Aussicht, die sich uns bietet. Noch ein Stück weiter treffen wir und auf Hunderte von Wanderern, die, wie wir, auf den Brocken möchten. Gleichzeitig hören und sehen wir immer wieder die Dampfeisenbahn, die noch mehr Menschen hinauf bringt. In der Malepartushütte in Oderbrück werden wir vorzüglich versorgt.

Frau Gödecke von der Torfhaushütte bringt uns wie verabredet Gulasch, Rotkohl und Nudeln. Es ist so üppig, dass wir nicht wissen, wie wir den Mengen trotzen sollen. Alle essen wir mehr, als wir eigentlich können. Die Köchin bleibt in sehr guter Erinnerung. 


Allgemeine Informationen

Charakter: Gemütliche Hüttenwanderung durch Wald, Moor, über Wiesen und an Bächen entlang, aber auch durch steile, felsige Taleinschnitte, zwischen 200 und 1142 m gelegen.

Wanderroute I mit drei Übernachtungen: Ausgangspunkt Bad Harzburg - Hüttengasthof Torfhaus – Brocken - Basislager Brocken in Schierke - Malepartushütte in Oderbrück - Endpunkt St. Andreasberg 

Wanderroute II mit zwei Übernachtungen: Ausgangspunkt Wernigerode Hasserode – Basislager Brocken in Schierke – Brocken – Malepartushütte in Oderbrück – Endpunkt Bad Harzburg

Hütten: Unbewirtschaftete und bewirtschaftete Hütten des Deutschen Alpenverein. Die unbewirtschafteten Hütten sind mit guten Selbstversorgerküchen ausgestattet. Eine Übernachtung geht nur nach vorheriger Anmeldung, da die Schlüsselübergabe vereinbart werden muss.

ÖPNV: gute Verbindungen mit Bahn und Bus 

Besonderheiten: Ich habe die erste Wanderung gemeinsam mit einer Kollegin im Rahmen einer zweiwöchigen Sommerreise mit sechs Menschen mit Behinderung unternommen. 

Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten: 
Wandern im Harz - Harzklub
Harz-Wandern kompakt - Bruckmann
Wanderkarte Ost- und Westharz 1:50 000 - LGN
Wanderkarte Hochharz 1:25 000 - Nationalpark Harz


Adressen: Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de

Ergänzende Literatur:
Lieske, Alexander: Die ersten Abenteuer der kleinen Brockenhexe                       Romboy, Hannelore: Harzer Gerichte

Stand: August 2006



zur Bildergalerie: Harz

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Karwendelgebirge

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Grüne Wiesen, idyllisch gelegene Almen, schroffe Wände, Geröllhänge (sog. Kare), das ist das Karwendelgebirge. Eine Woche lang bewegen wir uns von Hütte zu Hütte.

Die Entscheidung ist gefallen. Eine zweite Nacht können wir nicht bleiben, da die Hütte voll ist. Wir queren also den Hang knapp unter dem Karwendelhaus, genießen ein zweites Frühstück am Bäralpsattel und passieren kurz vor dem Einstieg in die steile Felspassage am Gjaidsteig die Grenze nach Deutschland.

Heute ist das Wetter gnädig zu uns. Für die große Soierngipfelrunde scheint die Sonne und die Sicht ist allerbest. Bereits von der Schöttelkarspitze ist der Rundblick umwerfend. Nicht nur der Anblick naher Gipfel und Seen erfreut uns. In der Ferne ist der Starnberger See deutlich zu erkennen sowie München. Von der Soiernspitze ist das Panorama dann noch einmal eine Nummer grandioser. Leider sind auch heute wieder Vorboten eines kleinen Tiefdruckgebietes am Himmel zu sehen. Die Woche bleibt also wechselhaft.

Allgemeine Informationen

Charakter: Die Wanderung ist eine stellenweise gemütliche Tour, stellenweise jedoch auch etwas anspruchsvoller (insbesondere die Etappe zwischen Karwendelhaus und Hochlandhütte), zwischen 1000 und 2257 m gelegen (Gipfel der Soiernspitze)

Wanderroute mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Pertisau am
Achensee – Plumsjochhütte – Falkenhütte – Karwendelhaus – Hochlandhütte – Soiernhaus – Krinner-Kofler-Hütte (zwei Nächte) – Endpunkt Mittenwald

Hütten: Deutscher Alpenverein (DAV) oder privat

ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen ins Inntal, an den Achensee, nach Mittenwald und in die Seitentäler

Besonderheiten: Das Gebiet ist auch sehr interessant für Kletterer und Klettersteiggeher/innen

Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Mark Zahel: Hüttentreks – Bruckmann Verlag
Wanderbuch Karwendel-Rofan - Kompass
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg - Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Karwendelgebirge Nr. 26

Adressen:
Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de
Österreichischer Postbus: www.postbus.at



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Allgäuer Alpen

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Hält das Wetter? Noch ist es trocken und der Himmel zeigt nur vereinzelt dichtere Wolken. Kurze Zeit später nieselt es bereits, keine 20 Minuten später regnet es in Strömen und hört nicht mehr auf bis wir die Mindelheimer Hütte nach etwa drei Stunden Gehzeit erreichen. Wir sind patschnass und ich fröstele. Glücklicherweise gibt es einen sehr wirkungsvollen Trockenraum. Der größte Teil unserer Kleidung ist daher bereits am Abend wieder trocken.

In der Nacht hat es geschneit. Daher beschließen Johanna und ich, den Mindelheimer Klettersteig in umgekehrter Richtung zu gehen, d.h. zunächst auf dem Krumbacher Höhenweg zur Fiderescharte zu wandern und von dort um die Mittagszeit in den Klettersteig einzusteigen. Dies ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen ist der Fels mittlerweile überwiegend trocken. Außerdem sind die Massen an diesem Sonntag bereits vor uns unterwegs und wir müssen nicht gegen den Strom klettern. Für uns ist der Klettersteig somit der reinste Genuss, die Aussicht grandios und der Spaßfaktor hoch.

Mittlerweile sind wir zu sechst, geplanterweise. Der Heilbronner Weg ist heute unser Ziel und an dessen Ende natürlich die Kemptner Hütte. Auch heute erwarten wir viele Mitwander/innen, sind jedoch überrascht, dass sich die Staus an den Schlüsselstellen in Grenzen halten. Der Wechsel zwischen Fels, Eisen und Schnee ist vielseitig und interessant. Die Krönung des Tages ist die Besteigung der "Mädelegabel 2645 m", mit 2645 m zwar nur der zweithöchste Berg aber sicherlich ein besonders schöner.

Neun Stunden soll sie dauern, die Etappe von der Kemptner Hütte zum Prinz-Luitpold-Haus und knapp 1500 m im Aufstieg sowie im Abstieg. Der Tag wird wieder ausgesprochen vielseitig. Die Sonne scheint auch sehr zuverlässig. Wir nehmen es mit Freude hin. Glücklicherweise bleibt uns das stabile Hoch bis zum Ende der Woche erhalten und die neue Regenkleidung von Jochen kann (leider) gar nicht erprobt werden. Schade findet er. Die anderen glaub ich nicht. Nach sieben Stunden reiner Gehzeit sind die ersten von uns an der Hütte und genießen ein kühles Getränk. Die anderen kommen kurze Zeit später an.

Allgemeine Informationen

Charakter: Unsere Durchquerung der Allgäuer Alpen beinhaltete einige anspruchsvollere Etappen. So haben wir den Mindelheimer Klettersteig und teilweise den Hindelanger Klettersteig gemacht. Teilweise, weil drei von uns den ganzen Steig gegangen sind und zwei einen Teil davon. Auf beiden Klettersteigen ist die volle Klettersteig-Ausrüstung mit Hüftgurt oder kombinierten Hüft-Brustgurt, Klettersteig-Set sowie Helm empfehlenswert. Der Heilbronner Weg ist strenggenommen kein Klettersteig, obwohl viele Stellen gesichert sind. Der Abschnitt Kemptner Hütte – Prinz-Luitpold-Haus ist sehr lang und erfordert viele Höhenmeter. Außerdem haben wir in der Woche nicht weniger als 13 Gipfel erklommen. Route zwischen 1068 und 2645 m gelegen (Gipfel der Mädelegabel).

Wanderroute mit sieben Übernachtungen: Ausgangspunkt Mittelberg – Mindelheimer Hütte (2 Nächte) – Rappenseehütte – Kemptner Hütte –
Prinz-Luitpold-Haus – Edmund-Probst-Haus – Schwarzenberg-Hütte – Endpunkt Giebelhaus/Hinterstein

Hütten: Deutscher Alpenverein (DAV) oder privat

ÖPNV: Zug- und/oder Busverbindungen nach Oberstdorf, ins Kleinwalsertal und aus dem Hintersteiner Tal heraus

Besonderheiten: Das Gebiet ist sehr beliebt, daher recht voll. Die Hütten sind sehr groß (teilweise bis zu 350 Schlafplätze). Dennoch waren wir positiv überrascht, dass sich die Massen auf den Wegen und Steigen verteilen und auch die Klettersteige gut begangen werden konnten. 

Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Mark Zahel: Hüttentreks – Bruckmann Verlag
Klettersteige Bayern-Vorarlberg-Tirol-Salzburg –  Bergverlag Rother
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Allgäuer Alpen – Kleinwalsertal Nr. 3

Adressen:
Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de

Stand: August 2008


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