Bale Mountains
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Wir stiegen durch dichten Wald auf und lernten bereits in den ersten Stunden der Wanderung viele einheimische Bäume und Vögel kennen. Unser Guide Sheberu erklärte uns auch, welche Verwendung bestimmte Pflanzen finden. So wird die gelbe Tomate z.B. als Seife verwendet. Nach ca. 4 Stunden erreichten wir die ersten Hütte, Wahoro. Sie liegt auf 3300 m und damit noch um einiges höher als unser Ausgangspunkt Dodola.
Das heutige Tagesziel war die Angafu-Hütte (was in der Sprache der Oromo die von uns sehr bewunderte Riesen-Distel heißt). Angafu liegt auf 3460m. Der Blick zurück nach Westen ist geprägt von einigen bis zu 3750m hohen Gipfeln, die sanft aus der Hochebene aufragen. Das fahle Licht des zu Ende gehenden Tages tauchte die Landschaft in eine geheimnisvolle Stimmung. Der Sternenhimmel schließlich war kaum mehr zu übertreffen. Direkt im Westen war ganz hell die Venus zu sehen.
"Jeder Tag ist anders" hat uns Sheberu zu Beginn der Wanderung versprochen und natürlich hat er Recht behalten. Heute ging es für mehrere Stunden durch Erica-Heide. Glücklicherweise war es am Morgen wolkig, sodass es nicht zu heiß wurde. Auch hätten wir bei Sonnenschein nicht das Glück gehabt, den Simien-Fuchs beobachten zu können.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung durch Wald und Heide, zwischen 2400 und 3600 m gelegen
Wanderroute mit drei Übernachtungen: Ausgangspunkt Dodola – Wahoro – Angafu – Mololicho – Endpunkt Adaba
Hütten: Fünf Selbstversorger-Hütten stehen zur Verfügung. Sie sind mit jeweils 8 Betten ausgestattet, einem Ofen, Kochzubehör sowie einem Badezimmer und sind sehr gemütlich.
ÖPNV: Von Addis Abeba nach Dodola fahren Überlandbusse. Für ca. 320 km benötigt man einen Reisetag. Ausgangspunkt und Ende der Wanderung werden mit einem 4-WD angefahren.
Besonderheiten: Das von der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) ins Leben gerufene Projekt "Integrated Forest Management Projekt" (IFMP) in Dodola bietet in den Bale Mountains Trekkingtouren zu Fuß oder zu Pferd an. Wanderer werden von einem Wanderführer begleitet. Auf Wunsch können Pferde als Packtiere gemietet werden sowie der dazugehörige Tiertreiber. Die Wanderführer kennen Flora und Fauna, sprechen gutes Englisch und können einen umfassenden Eindruck vom Leben der äthiopischen Landbevölkerung vermitteln. Durch ein sehr komplexes System sind viele Familien in den Dörfern an den Einnahmen durch die Touristen beteiligt. Das Projekt ist unbedingt empfehlenswert.
Über meine Äthiopien-Reise habe ich einen ausführlichen Reisebericht geschrieben, den ich gerne per e-mail verschicke.
Adressen:
IFMP Adaba-Dodola – www.baletrek.com – e-mail: gtz.ifmp@ethionet.et
Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Äthiopien – Conrad Stein Verlag
Äthiopien, Eritrea, Somalia, Djibouti – Beck'sche Reihe Länder
Landkarte Horn von Afrika 1 : 1 800 000 – Reise Know How
Wanderkarte Adaba-Dodola 1 : 75 000 – TFH Berlin in Kooperation mit IFMP Dodola und GTZ Eschborn
Ergänzende Literatur:
Michael Bitala: Der Löwe im Keller des Palastes
Andreas Altmann: Im Herz das Feuer – Unterwegs von Kairo in den Süden Afrikas
Waris Dirie: Wüstenblume
Stand: März 2004
nach oben
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Wir stiegen durch dichten Wald auf und lernten bereits in den ersten Stunden der Wanderung viele einheimische Bäume und Vögel kennen. Unser Guide Sheberu erklärte uns auch, welche Verwendung bestimmte Pflanzen finden. So wird die gelbe Tomate z.B. als Seife verwendet. Nach ca. 4 Stunden erreichten wir die ersten Hütte, Wahoro. Sie liegt auf 3300 m und damit noch um einiges höher als unser Ausgangspunkt Dodola.
Das heutige Tagesziel war die Angafu-Hütte (was in der Sprache der Oromo die von uns sehr bewunderte Riesen-Distel heißt). Angafu liegt auf 3460m. Der Blick zurück nach Westen ist geprägt von einigen bis zu 3750m hohen Gipfeln, die sanft aus der Hochebene aufragen. Das fahle Licht des zu Ende gehenden Tages tauchte die Landschaft in eine geheimnisvolle Stimmung. Der Sternenhimmel schließlich war kaum mehr zu übertreffen. Direkt im Westen war ganz hell die Venus zu sehen.
"Jeder Tag ist anders" hat uns Sheberu zu Beginn der Wanderung versprochen und natürlich hat er Recht behalten. Heute ging es für mehrere Stunden durch Erica-Heide. Glücklicherweise war es am Morgen wolkig, sodass es nicht zu heiß wurde. Auch hätten wir bei Sonnenschein nicht das Glück gehabt, den Simien-Fuchs beobachten zu können.
Allgemeine Informationen
Charakter: gemütliche Wanderung durch Wald und Heide, zwischen 2400 und 3600 m gelegen
Wanderroute mit drei Übernachtungen: Ausgangspunkt Dodola – Wahoro – Angafu – Mololicho – Endpunkt Adaba
Hütten: Fünf Selbstversorger-Hütten stehen zur Verfügung. Sie sind mit jeweils 8 Betten ausgestattet, einem Ofen, Kochzubehör sowie einem Badezimmer und sind sehr gemütlich.
ÖPNV: Von Addis Abeba nach Dodola fahren Überlandbusse. Für ca. 320 km benötigt man einen Reisetag. Ausgangspunkt und Ende der Wanderung werden mit einem 4-WD angefahren.
Besonderheiten: Das von der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) ins Leben gerufene Projekt "Integrated Forest Management Projekt" (IFMP) in Dodola bietet in den Bale Mountains Trekkingtouren zu Fuß oder zu Pferd an. Wanderer werden von einem Wanderführer begleitet. Auf Wunsch können Pferde als Packtiere gemietet werden sowie der dazugehörige Tiertreiber. Die Wanderführer kennen Flora und Fauna, sprechen gutes Englisch und können einen umfassenden Eindruck vom Leben der äthiopischen Landbevölkerung vermitteln. Durch ein sehr komplexes System sind viele Familien in den Dörfern an den Einnahmen durch die Touristen beteiligt. Das Projekt ist unbedingt empfehlenswert.
Über meine Äthiopien-Reise habe ich einen ausführlichen Reisebericht geschrieben, den ich gerne per e-mail verschicke.
Adressen:
IFMP Adaba-Dodola – www.baletrek.com – e-mail: gtz.ifmp@ethionet.et
Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Äthiopien – Conrad Stein Verlag
Äthiopien, Eritrea, Somalia, Djibouti – Beck'sche Reihe Länder
Landkarte Horn von Afrika 1 : 1 800 000 – Reise Know How
Wanderkarte Adaba-Dodola 1 : 75 000 – TFH Berlin in Kooperation mit IFMP Dodola und GTZ Eschborn
Ergänzende Literatur:
Michael Bitala: Der Löwe im Keller des Palastes
Andreas Altmann: Im Herz das Feuer – Unterwegs von Kairo in den Süden Afrikas
Waris Dirie: Wüstenblume
Stand: März 2004
nach oben
